Mittwoch, 18. August 2010

Das Ewige Lied der Gewerkschaften

Wie die Sueddeutsche berichtet kreischen die Gewerkschaften mal wieder nach Lohnerhöhungen. Als Begründung führen sie den "Aufschwung" an und schließlich würden Lohnerhöhungen ja den Binnenkonsum beflügeln. Dabei wird zum einen übersehen, dass der vermeintliche "Aufschwung" nur eine leichte Erholung nach langer Rezession ist zum anderen, dass es hauptsächlich nur die Dax-Konzerne sind, die wieder Rekordergebnisse einfahren, während die kleinen und mittelständischen Betriebe noch weiter unter der Rezession leiden. Zudem gibt es keine starke deutsche Konsumgüterindustrie, weshalb die Konsumausgaben vor allem wie ein Konjunkturpaket für die Internationale Wirtschaft wirken wird. Wenn überhaupt ein großer Teil in den Konsum fließen wird. Vermutlich wird aufgrund der immer noch anhaltenden Verunsicherung der Bürger das meiste Geld der Lohnerhöhungen auf sein Sparbuch gelegt werden.

Das was der deutschen Wirtschaft aber auch den Arbeitnehmern helfen würde, wäre eine Auflösung der Arbeitnehmerentsendegesetze, eine Aufhebung von Branchen- und Flächentarifverträgen und aller arbeitsrechtlichen Regelungen. Dies würde mitnichten zu einem neuen Manchester-Kapitalismus führen sondern dafür sorgen, dass in jedem Betrieb ein eigener Tarifvertrag ausgehandelt würde. Dabei würden vor allem Großkonzerne höhere Löhne bezahlen und Kleinbetriebe niedrigere, was jedoch dem Verhältnis zur Arbeitnehmerproduktivität entsprechen würde. Dies würde dafür sorgen, dass das Gründen von Unternehmen erfolgreicher würde. Das wiederum hätte zur Folge, dass die Arbeitslosigkeit sinkt und dass die Löhne aufgrund des Spiels von Angebot und Nachfrage berechtigterweise steigen würden.