Seit fast einem Jahr ist die schwarz-gelbe Regierung nun am Werk. Viel gutes ist dabei bisher nicht rumgekommen. Das Auffälligste was die Regierung gezeigt hat, war jede Menge Pulverdampf. Vor allem die kleinen Koalitionspartner, die FDP und die CSU haben sich mit allen Mitteln der Kunst beharkt. Kanzlerin Merkel zeigt dabei eine denkbar schlechte Figur, weder schafft sie es Streit zu verhindern , noch ihre Minister zurückzupfeifen wenn diese nach Manier eines Sonnenkönigs zu prassen gedenken beziehungsweise, wenn diese auf der linken Überholspur gegen den schützenswerten Markenkern der Union ankämpfen. Dass sie ihre Parteikonkurrenz ausgeschaltet hat sieht man dann auch an einer überschwachen Ministerriege. Ein Wolfgang Schäuble, der sich mit einem unausgegorenen Sparpaket und einem lächerlichen Verbot von Leerverkäufen aufs Abstellgleis befördert hat. Christina Köhler die sich mit einer wettbewerbsfeindlichen Frauenquote disqualifiziert hat. Peter Ramsauer, der nur dadurch von sich Reden macht, dass Stuttgart 21 zu einer der größten Investitionsruinen der deutschen Geschichte wird, oder Theodor zu Guttenberg, der leider viel zu sprunghaft in der Diskussion um die Verkleinerung der Wehrpflicht wirkt.
Doch ein Minister ist der Heimliche Star der Koalition. Haben sie erraten wer? Es ist der Pfälzer Rainer Brüderle. Er macht zwar nur wenig auf sich aufmerksam hat jedoch, gerade im Vergleich zu den anderen Regierungsmitgliedern, eine ausgezeichnete Arbeit geleistet.
Seien es die Verweigerung von Staatshilfe für Opel und Karstadt, oder die jetzt angepeilte Wettbewerbsverschärfung auf dem Gasmarkt. Dieser Mann hat seine Hausaufgaben gemacht und besonders fleißig mein heiliges Buch "Wohlstand für alle" von Ludwig Erhard studiert. Deshalb möchte ich meinen persönlichen Dank an ihn für diese gute Arbeit aussprechen. Weiter so!